Ohne Erziehung: Wie Erziehungsfreiheit hilft, hochsensible Kinder zu begleiten

Unsere Viejährige steht neben ihrem Papa im Garten und hält sich vorsorglich ihre Ohren zu. Argwöhnisch beobachtet sie, wie er den Rasenmäher auf die Wiese schiebt. Ich greife in den Rucksack, werde rasch fündig und setze meiner Tochter ihre Lärmschutzkopfhörer auf. Sie entspannt sich merklich und schaut beim Rasenmähen zu.

Diese Szene, die auf andere etwas wundersam wirken mag, ist für uns Normalität.

Denn mein Kind ist hochsensibel.

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Mehr noch, weiß ich mittlerweile, dass wir ihr vertrauen können. Mit der Zeit findet sie Wege und Strategien, mit den „zu vielen“ Sinneseindrücken umzugehen. Es gibt immer wieder Dinge, die einst nie gingen, Duschen zum Beispiel, die sie irgendwann probiert – ohne Zwang. Ohne Erziehung. Ohne „das muss aber“ und „das macht man so“. Wir als Eltern haben die besondere Aufgabe, unsere Kinder auf ihren Wegen zu stärken. Feinfühlig. Und vielleicht ist es das, was hochsensible Kinder ihren Eltern schenken: Die Einladung, feinfühliger in ihre Welt und in die Welt, die uns alle umgibt, hineinzublicken.

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Fiona Lewald ist Mutter einer vierjährigen Tochter und aktuell schwanger mit ihrem zweiten Kind. Auf www.unverbogenkindsein.de bloggt sie seit 2017 über Erziehungsfreiheit, Bindungsorientierung, Kindergartenfrei und andere umstrittene Elternthemen.

 

 

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