Die Sache hat endlich einen Namen, AD(H)S, offiziell diagnostiziert. Es gibt jetzt eine offizielle Begründung weshalb das Kind nicht stillsitzen kann, unkonzentriert wirkt, ungeduldig und desorganisiert ist. Für Viele oft eine Erleichterung im ersten Moment, die Auffälligkeiten benennen zu können, aber was bedeutet das jetzt?
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Manche werden zurückgestuft, manche bekommen Medizin, bei manchen werden strenge Disziplinierungsmaßnahmen gesetzt, manche kommen in ein neues schulisches Umfeld.
Ich wage es hier jetzt nicht ein medizinisches Urteil zu fällen, ich möchte nur ein paar Dinge aufzeigen die ich bei meinen Recherchen zu diesem Thema auch in Zusammenhang mit Hochsensitivität gefunden habe.
Immer häufiger liest man die Vermutung, dass viele AD(H)S Diagnosen falsch sind, das es sich hier nämlich um hochsensitive Kinder handelt. Kann ich mir gut vorstellen, denn wenn man sich sie Hauptcharakteristika ansieht, sind die verdammt ähnlich.
In einem Artikel in der Frankfurter Allgemeine, 2012, steht, dass der amerikanische Psychologe Leon Eisenberg, der den Begriff AD(H)S in den späten 60er Jahren geprägt hat, kurz vor seinem Tod dem Wissenschaftsjournalisten Jörg Blech gestand, dass er nicht mehr an AD(H)S glaubt, es sei ein Paradebeispiel für eine „fabrizierte Erkrankung“. Für mich eine interessante Entdeckung!
Wenn man weiter in diese Richtung recherchiert findet man Studien und zahlreiche Erfahrungsberichte darüber, dass nur schwer in Klassen integrierbare AD(H)S Kinder auf einmal sehr interessierte SchülerInnen wurden wenn man ihnen die richtigen Aufgabenstellungen und das richtige Umfeld gegeben hat. Und da red ich nicht von Sondereinzelbetreuung! Ich red von wertschätzendem ernstnehmen der Bedürfnisse der Kinder. Sie passen nicht ins 0815 Schema, das stimmt schon, aber weshalb sollten sie das auch? Und genau das brauchen auch die hochsensitiven Kinder. Und es zeigt sich, ich kann hier auch aus meiner persönlichen Erfahrung mit meinen Kids sprechen, gibt man Kindern den Raum sich auf ihre Art zu entfalten, kommt geniales zu Tage. Ich sage nicht, dass dieser Weg für Eltern ein Zuckerschlecken ist.
Das härteste daran ist oft, dass einem genau diese, manchmal als so schwierig empfundenen Kinder, das eigene Verhalten 1:1 spiegeln!
Um das Thema zu vertiefen und Details zu schreiben, fehlt in einem Blog leider Zeit und Platz, aber ich werds stückchenweise schreiben.
Herzliche Grüße
Moni Bock
#ADS#ADHS#hochsensitiv#HSP#HSK#